Ein Winkelschleifer kann beim Schleifen oder Trennen schwere Verletzungen verursachen. Prüfe vor dem Einschalten, ob Maschine, Scheibe und Arbeitsaufgabe zusammenpassen und ob das Werkstück sicher liegt. Die folgende Liste hilft bei der Vorbereitung; sie ersetzt weder die Betriebsanleitung noch eine fachliche Unterweisung.

Maschine und Scheibe abgleichen

Lies in der Betriebsanleitung nach, welche Schleif-, Bürst- oder Polierwerkzeuge für das konkrete Gerät und die geplante Arbeit zugelassen sind. Die Scheibe muss für Maschine und Aufgabe geeignet sein. Achte auf ihre maximal zulässige Arbeitsgeschwindigkeit und vergleiche sie mit den Angaben des Geräts. Verwende keine Maschine, deren Schutzhaube oder Handgriff fehlt oder defekt ist. Auch beschädigte oder nicht eindeutig passende Scheiben gehören nicht in die Maschine.

Eine Trennscheibe ist zum Trennen bestimmt: Seitliches Schleifen damit ist wegen Bruchgefahr nicht zulässig. Für Trennarbeiten mit gebundenen Schleifscheiben nennt die BGHM eine beidseitig abdeckende Schutzhaube. Richte die bewegliche Schutzhaube laut DGUV so aus, dass sie zwischen dir und der Scheibe steht.

Werkstück sichern und Haltung vorbereiten

Spanne das Werkstück in einem geeigneten Schraubstock oder sichere es auf andere Weise gegen Verrutschen. Halte es nicht mit einer Hand fest. Halte den Winkelschleifer mit beiden Händen und verwende ihn nicht mit demontiertem Zusatzhandgriff. Prüfe vor dem Start, ob andere Personen außerhalb des Gefahrenbereichs stehen und ob du die Maschine stabil führen kannst.

Die BGHM empfiehlt passende persönliche Schutzausrüstung, darunter eine rundum anliegende Schutzbrille und Gehörschutz. Je nach Werkstück und Tätigkeit können weitere Schutzmaßnahmen nötig sein; richte dich nach Betriebsanleitung und Gefährdungsbeurteilung. Beim Schleifen von Leichtmetallen wie Aluminium oder Magnesium besteht laut BGHM Brand- und Explosionsgefahr. Kläre dafür die erforderlichen Arbeits- und Absaugbedingungen, bevor du beginnst.

Staub, Störungen und Reinigung

Bei längeren Arbeiten oder beim Bearbeiten gesundheitsschädlicher Beschichtungen ist geeignete Absaugung erforderlich. Welche Anlage und Schutzmaßnahmen passen, hängt von Staub und Arbeitsverfahren ab. Zur Einordnung der Staubabsaugung in der Werkstatt siehe auch Holzstaub absaugen: Entstauber, Staubklasse und Anschluss auswählen.

Brich die Vorbereitung ab, wenn Scheibe oder Gerät beschädigt sind, Schutzteile fehlen oder sich die Eignung nicht sicher feststellen lässt. Lass das Gerät nach Herstellerangaben prüfen oder reparieren. Reinigungsarbeiten dürfen laut BGHM nur bei vom Stromnetz getrennter Maschine erfolgen. Für Prüffristen und Instandhaltung sind die Herstellerangaben und die jeweils geltenden betrieblichen Vorgaben maßgeblich.

Wenn du eine Spannlösung suchst, findest du passende Auswahlkriterien im Ratgeber Zwingen auswählen: Spannweite, Ausladung und Werkstückschutz.

Quellen und Prüfstand

Stand: 25. Oktober 2026. Die konkrete Maschine, Scheibe und Tätigkeit bestimmen die sichere Anwendung. Bei Unsicherheit nicht starten und fachkundige Unterstützung hinzuziehen.