# gbnow – Mähroboter und Igel: Betriebszeiten und Schutzgrenzen > Warum Nachtbetrieb Igel gefährdet, was ein Zeitplan nur am Tag leisten kann und weshalb aktuell kein Modell als nachweislich wildtiersicher gilt. ## Ratgeber - [Mähroboter und Igel: Betriebszeiten und Schutzgrenzen](https://www.gbnow.de/ratgeber/maehroboter-igel-risiko-einsatzzeit-schutz): Ein Mähroboter kann Wildtiere gefährden, obwohl du sie im Garten selten siehst. Igel sind nachtaktiv und rollen sich bei Gefahr ein, statt zuverlässig zu fliehen. Nachtbetrieb ist deshalb eine vermeidbare Gefahrenquelle. Ein Zeitplan nur für den Tag macht das Gerät jedoch nicht nachweislich sicher. ## Warum Igel besonders gefährdet sind Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist darauf hin, dass Mähroboter Igel, Amphibien, Reptilien und Wirbellose verletzen können. Igel verharren bei Gefahr oft, statt wegzulaufen. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) hat Verletzungsfälle und das Verhalten von Igeln gegenüber Mährobotern wissenschaftlich untersuchen lassen. Die Ergebnisse zeigen, warum Aussagen zur Erkennung kleiner Tiere nicht allein aus Werbeversprechen abgeleitet werden sollten. ## Tagesbetrieb senkt das Risiko, beseitigt es aber nicht Schalte den Roboter nachts aus. Der LBV bezeichnet das als eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen für Igel. Ein Betrieb am Tag kann die Begegnungsmöglichkeit mit nachtaktiven Igeln verringern, reicht laut BfN aber nicht aus, um sie auszuschließen. Lass dich daher nicht zu der Annahme verleiten, ein tagsüber eingestellter Roboter sei automatisch wildtiersicher. ## Was technische Erkennung derzeit belegt Nach dem am 31. März 2026 veröffentlichten BfN-Stand gab es kein Mähroboter-Modell, das Igel oder andere Wildtiere nachweislich zuverlässig vor einem Zusammenstoß erkennt. Ein gemeinsames Projekt von BfN, LBV, Verein Deutscher Ingenieure und Leibniz-IZW soll bis Mitte 2027 eine technische Richtlinie mit objektiven Prüfverfahren erarbeiten. Das ist ein zeitabhängiger Stand: Prüfe ihn erneut, bevor du später eine konkrete Geräteempfehlung oder Sicherheitsbewertung veröffentlichst. ## Wenn dir möglichst wenig Risiko wichtig ist Die unmittelbar umsetzbare Maßnahme ist, den Mähroboter nachts nicht laufen zu lassen. Wenn du das Risiko für Wildtiere möglichst gering halten möchtest, ist der Verzicht auf einen Mähroboter eine Alternative. Der LBV bewertet naturnahe Gärten ohne Mähroboter als besonders igelfreundlich; das ist die Position des Naturschutzverbands, keine Produktprüfung. Ein Herstellerhinweis zu Sensoren ersetzt derzeit keinen unabhängigen Nachweis nach einem einheitlichen Prüfverfahren. ### Quellen und Prüfstand - [Bundesamt für Naturschutz: Technik trifft Naturschutz – Projekt für sichere und artenreiche Gärten](https://www.bfn.de/aktuelles/technik-trifft-naturschutz-projekt-fuer-sichere-und-artenreiche-gaerten) – Stand 31.03.2026: Risiken für Wildtiere, Grenzen des Tagesbetriebs und Entwicklung einer technischen Richtlinie bis Mitte 2027; direkt im Agentenbrowser geprüft am 04.11.2026. - [LBV: Mähroboter und Igel – Projekt für mehr Sicherheit im Garten](https://www.lbv.de/naturschutz/artenschutz/saeugetiere/igel/igel-maehroboter/) – Nachtbetrieb vermeiden; Tagesbetrieb reduziert, aber beseitigt laut BfN nicht alle Risiken. Der LBV ist Projektpartner und Naturschutzverband; direkt geprüft am 04.11.2026. - [Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung: Forschung zu Schnittverletzungen bei Igeln durch Mähroboter](https://www.izw-berlin.de/de/pressemitteilung/neue-forschung-zu-schnittverletzungen-bei-igeln-durch-maehroboter-entdeckt-erhebliches-aber-loesbares-tier-und-artenschutzproblem.html) – Überblick über veröffentlichte Untersuchungen zu Verletzungsfällen, Tierverhalten und Sicherheitsprüfungen; direkt geprüft am 04.11.2026. ## Themenbereich - [Spezial-Tierhaltung](https://www.gbnow.de/vertical/tierhaltung): Spezialisiertes Tierzubehör mit passender Auswahlhilfe.