Vor dem Einzug: Gefahrenquellen entschärfen

Eine Katze zieht ein und soll erst einmal in Ruhe ankommen. Bereite vor der Abholung einen überschaubaren, ruhigen Raum vor. Entferne oder sichere giftige Pflanzen, Reinigungsmittel, Medikamente, lose Kabel und verschluckbare Kleinteile. Kippfenster, Balkon und offene Wasch- oder Spülmaschinen gehören ebenfalls auf den Sicherheitscheck. Der Dehner-Ratgeber zum Katzeneinzug nennt diese typischen Gefahren im Haushalt; der Deutsche Tierschutzbund führt unter anderem Kippfenster, Haushaltsgeräte, Kabel, Giftpflanzen und Chemikalien auf.

Das Nötigste bereitstellen

Für die ersten Tage braucht die Katze einen geschützten Rückzugsort, Futter und Wasser, eine Katzentoilette, eine Transportbox sowie eine Kratzmöglichkeit. Stelle Toilette und Futter nicht direkt nebeneinander und plane einen ruhigen Platz, an dem das Tier ungestört schlafen kann. Frage nach Möglichkeit vorab, welches Futter und welche Streu die Katze kennt, damit nicht alles gleichzeitig neu ist. Ausstattung und Platzbedarf unterscheiden sich je nach Tier und Haushalt: Der Tierschutzbund nennt mehrere Rückzugs- und erhöhte Liegeplätze sowie getrennte Futter-, Wasser- und Toilettenbereiche als hilfreiche Orientierung.

Ankommen lassen statt drängen

Am Ankunftstag kann die Transportbox im vorbereiteten Zimmer stehen bleiben. Öffne die Tür und lass die Katze selbst entscheiden, wann sie herauskommt. Halte den Raum ruhig, vermeide Besuch und bedränge das Tier nicht. Der Tierschutzbund empfiehlt, der Katze zunächst Zeit zu geben und den ersten Kontakt von ihr ausgehen zu lassen. Manche Tiere erkunden rasch, andere verstecken sich länger; richte das Tempo nach ihrem Verhalten.

Weitere Tiere und Freigang getrennt planen

Lebt bereits ein Tier im Haushalt, sollte die erste Begegnung beaufsichtigt und schrittweise vorbereitet werden. Geruchs- und Sichtkontakt mit Rückzugsmöglichkeiten ist ein vorsichtiger Anfang; erzwinge keinen direkten Kontakt. Für Freigang gehören die individuelle Vorgeschichte, die Umgebung und eine sichere Rückkehrplanung in die Entscheidung. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt für Freigängerkatzen Kennzeichnung und Registrierung; die konkrete Vorsorge besprichst du am besten mit dem Tierheim oder einer Tierarztpraxis.

Wenn etwas auffällig ist

Frisst oder trinkt die Katze nicht, wirkt sie krank oder hält auffälliges Verhalten an, hole fachlichen Rat ein. Für Impfungen, Parasitenvorsorge und den passenden Zeitpunkt eines ersten Gesundheitschecks kann die Tierarztpraxis den individuellen Bedarf einschätzen. Ein Ratgeber ersetzt diese Untersuchung nicht.

Quellen und Prüfung