# gbnow – Akkuwerkzeuge laden: Ladeplatz und Warnzeichen beachten > So prüfst du Akku und Ladegerät, richtest einen passenden Ladeplatz ein und erkennst, wann du den Ladevorgang abbrechen solltest. ## Ratgeber - [Akkuwerkzeuge laden: Ladeplatz und Warnzeichen beachten](https://www.gbnow.de/ratgeber/akkuwerkzeuge-sicher-laden-ladeplatz-brandzeichen): ## Vor dem Laden: Akku, Ladegerät und Anleitung zusammen prüfen Ob ein Akku in eine Werkstatt oder ein Heimwerkerprojekt passt, sagt noch nichts darüber aus, wie er geladen werden darf. Verwende nur das vom Hersteller für den Akku vorgesehene Ladegerät und beachte die Hinweise für Akku, Gerät und Lader. Ladegrenzen und Lagerbedingungen können sich zwischen Systemen unterscheiden. Allgemeine Temperatur- oder Ladezustandswerte solltest du deshalb nicht ungeprüft auf ein anderes Modell übertragen. Kontrolliere Akku und Ladegerät vor dem Einsetzen auf sichtbare Schäden. Ein Akku, der verformt, aufgebläht, stark erhitzt oder anderweitig beschädigt ist, gehört nicht an das Ladegerät und nicht zurück ins Werkzeug. Öffne oder repariere den Akkupack nicht selbst; frage den Hersteller-Service oder eine qualifizierte Annahmestelle nach dem weiteren Vorgehen. ## Einen geeigneten Ladeplatz einrichten Wähle einen trockenen, stabilen Platz, an dem das Ladegerät nicht mit Staub oder Feuchtigkeit belastet wird. Die Berliner Feuerwehr empfiehlt für Lithium-Ionen-Akkus einen Ladeort mit Rauchmelder und ohne brennbare Materialien in der Nähe. Lege Ladegerät und Akku so ab, wie es die jeweilige Anleitung vorsieht, halte Lüftungsöffnungen frei und decke sie während des Ladens nicht ab. Lade nicht auf Papierstapeln, Holzspänen, Textilien oder neben Lösungsmitteln und anderen leicht entzündlichen Stoffen. Richte den Platz so ein, dass ein Fluchtweg frei bleibt. Die Feuerwehr rät davon ab, Lithium-Ionen-Akkus in Flucht- und Rettungswegen zu lagern oder zu laden. Vermeide außerdem das Laden während des Schlafens. Kannst du den Ladeplatz nicht in Sichtweite einrichten, prüfe die Herstellerhinweise und die örtliche Brandschutzsituation, statt eine unbeaufsichtigte Ladung als selbstverständlich anzusehen. Diese Hinweise helfen bei einer privaten Werkstatt. In einem Betrieb muss der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus in die betriebliche Brandschutzorganisation und Gefährdungsbeurteilung passen; die Anforderungen hängen von Menge, Nutzung und Umgebung ab. ## Während des Ladens auf Auffälligkeiten achten Lass Akku und Ladegerät frei zugänglich und beobachte, ob sich der Akku ungewöhnlich stark erwärmt, verformt oder Rauch beziehungsweise Dampf austritt. Bei solchen Auffälligkeiten: nicht weiterladen, nicht weiterverwenden und den Akku nicht öffnen. Die Verbraucherzentrale rät, stark erhitzte, rauchende, aufgeblähte oder sichtbar beschädigte Lithium-Ionen-Akkus auszutauschen und nicht in den Hausmüll zu geben. Wenn ein Akku raucht oder brennt, steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Die Berliner Feuerwehr empfiehlt, einen Löschversuch nur zu unternehmen, wenn das gefahrlos möglich ist. Verlasse andernfalls den Raum, schließe die Tür, warne andere Personen und rufe die Feuerwehr unter 112. Bei Rauch oder Brand nicht versuchen, den Akku in der Hand durch das Gebäude oder über einen Fluchtweg zu tragen. ## Nach der Nutzung und bei der Entsorgung Bei längerer Nichtnutzung gelten die Lagerhinweise des konkreten Herstellers. In einem bestehenden Ratgeber geht es ergänzend um Lade- und Lagergrenzen bei kalter Witterung: [Akkuwerkzeuge bei Kälte nutzen und über den Winter lagern](/ratgeber/akkuwerkzeuge-kaelte-laden-lagern). Altakkus und beschädigte Lithium-Ionen-Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Die Berliner Feuerwehr nennt Sammelstellen im Handel und kommunale Sammelstellen als Rückgabewege. Kläre bei beschädigten oder auffällig warmen Akkus vor dem Transport mit Hersteller, Händler oder örtlicher Sammelstelle, wie die Annahme sicher erfolgen kann. Für lose Lithium-Akkus empfiehlt die Verbraucherzentrale, die Pole vor längerer Lagerung oder Rückgabe mit Klebeband gegen Kurzschluss zu sichern; halte zusätzlich die Vorgaben der Annahmestelle ein. ## Kurzer Check für die Werkbank - Ladegerät und Akku gehören laut Hersteller zusammen. - Verformte, aufgeblähte, stark erhitzte oder beschädigte Akkus nicht laden oder weiterverwenden. - Ladeplatz trocken, stabil, frei von brennbarem Material und mit freiem Fluchtweg wählen. - Lüftungsöffnungen nicht abdecken; nicht während des Schlafens laden. - Bei Rauch oder Feuer Abstand gewinnen, andere warnen und 112 rufen. - Altakkus getrennt und nach den örtlichen Annahmehinweisen zurückgeben. ## Quellen und Prüfstand - [Berliner Feuerwehr: Lithium-Ionen-Akkus](https://www.berliner-feuerwehr.de/ihre-sicherheit/praevention/lithium-ionen-akkus/) – Handhabung, Ladeort, Schadenszeichen, Brandfall, Werkstätten sowie Lagerung und Entsorgung; geprüft am 1. November 2026. - [Verbraucherzentrale: Batterien und Akkus richtig verwenden und entsorgen](https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/batterien-und-akkus-richtig-verwenden-und-entsorgen-88128) – Ladehinweise, Umgang mit beschädigten Akkus und Rückgabe; Stand 2. Januar 2024, direkt geprüft am 1. November 2026. - [DGUV Information 205-041: Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien](https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/4668/brandschutz-beim-umgang-mit-lithium-ionen-batterien) – DGUV-Information für den betrieblichen Umgang; Ausgabedatum 02/2024, Produktseite geprüft am 1. November 2026. Die konkrete Bedienungsanleitung hat Vorrang. Betriebliche Gefährdungsbeurteilungen und Brandschutzmaßnahmen sind keine Anleitung für private Brandeinsätze. ## Themenbereich - [Werkstatt & Absaugung](https://www.gbnow.de/vertical/werkstatt): Absaugtechnik und Spezial-Werkstattausstattung für Hobby und Gewerbe.